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Reisen in Ägypten ·

Alexandria in 2 Tagen: Reiseplan, Sehenswürdigkeiten, Fischessen und Unterkünfte

الميناء الشرقي في الإسكندرية

Aktualisiert im Oktober 2026 · Das HAPPYDAYS-Team

Alexandria ist Ägyptens Stadt am Mittelmeer: eine lange Uferpromenade, die Corniche, eine Festung an der Stelle des antiken Leuchtturms, eine moderne Bibliothek, die an die berühmteste Bibliothek der Antike anknüpft, und römische Grabanlagen tief unter der Erde. Zwei Tage reichen, um die Highlights ohne Hektik zu sehen. Hier finden Sie einen fertigen 2-Tage-Plan, die Anreise aus Kairo, die beste Reisezeit und Tipps zur Unterkunft.

Kurz gesagt:

  • Zeitbedarf: 2 volle Tage genügen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
  • Ab Kairo: mit den schnelleren Zügen etwa 2–3 Stunden, mit dem Bus etwa 3–3,5 Stunden.
  • Nicht verpassen: Zitadelle des Qaitbay, Bibliotheca Alexandrina, Katakomben von Kom el-Schoqafa, Pompeiussäule, Römisches Theater, Königliches Schmuckmuseum und die Gärten von Montaza.
  • Tickets und Öffnungszeiten: ändern sich – prüfen Sie die offizielle Seite des Ministeriums für Tourismus und Altertümer (egymonuments.gov.eg) und die Website der Bibliotheca.
  • Beste Reisezeit: Frühling und Herbst. Im Sommer ist die Stadt voller ägyptischer Urlauber.

Anreise aus Kairo

  • Zug: die bequemste Wahl. Die Züge fahren vom Bahnhof Ramses in Kairo zum Bahnhof Misr (Mahattat Masr) oder nach Sidi Gaber in Alexandria. Die schnelleren Verbindungen brauchen etwa 2–3 Stunden, langsamere Züge mit vielen Halten länger. Am Wochenende und im Sommer früh buchen.
  • Bus: Mehrere Gesellschaften fahren häufig mit klimatisierten Bussen ab Kairo, Fahrzeit etwa 3–3,5 Stunden je nach Verkehr.
  • Auto: rund 3 Stunden über die Wüstenstraße Kairo–Alexandria, zu Ferienzeiten länger.

In Alexandria selbst sind Taxis und Fahrdienst-Apps am praktischsten, denn die Stadt zieht sich viele Kilometer an der Küste entlang.

Tag 1: Das antike Alexandria und der Osthafen

Katakomben von Kom el-Schoqafa

Beginnen Sie mit dem ungewöhnlichsten Ort der Stadt. Die Grabanlagen aus römischer Zeit wurden im Jahr 1900 zufällig entdeckt – der Überlieferung nach, als ein Esel in ein Loch im Boden stürzte. Eine Wendeltreppe führt hinab zu Grabkammern, deren Reliefs ägyptische, griechische und römische Stile verbinden, etwa ägyptische Götter in römischer Soldatenrüstung. Die unterste Ebene steht unter Wasser und ist gesperrt. Die Fotoregeln wechseln, fragen Sie am Eingang.

Pompeiussäule und Serapeum

Ganz in der Nähe erhebt sich eine einzelne Säule aus rotem Assuan-Granit, rund 30 Meter hoch, über den Ruinen des Serapeums, des großen Tempels des Gottes Serapis. Mit Pompeius hat sie trotz ihres Namens nichts zu tun: Sie wurde um 291 n. Chr. zu Ehren von Kaiser Diokletian errichtet. Steigen Sie in die unterirdischen Gänge des Tempelbezirks hinab und achten Sie auf die Sphingen daneben.

Römisches Theater (Kom el-Dikka)

Nahe dem Bahnhof Misr im Zentrum liegt dieses kleine Marmortheater, das im 20. Jahrhundert bei Bauarbeiten zum Vorschein kam und von einer polnischen archäologischen Mission ausgegraben wurde. Rundherum sehen Sie Reste römischer Bäder, Villen mit Mosaiken und Hörsäle. Das Gelände ist überschaubar, eine Stunde reicht meist.

Zitadelle des Qaitbay

Am Nachmittag geht es an die Spitze des Osthafens. Der Mamlukensultan Qaitbay ließ die Festung 1477–1479 an der Stelle des antiken Leuchtturms von Alexandria (Pharos) errichten – eines der Sieben Weltwunder der Antike, das Erdbeben zerstört hatten. Gehen Sie über die Mauern, genießen Sie den Blick aufs Meer und bleiben Sie für das Licht am späten Nachmittag.

Corniche und Fischessen

Spazieren Sie bei Sonnenuntergang die Corniche am Osthafen entlang, mit den Fischerbooten in der Bucht. Danach essen Sie wie die Alexandriner: In vielen Fischrestaurants suchen Sie Fisch und Meeresfrüchte selbst aus der Auslage aus, zahlen nach Gewicht und lassen alles grillen oder frittieren, dazu gibt es Salate, Reis und Brot. Das Viertel Anfushi nahe der Zitadelle ist eine klassische Gegend für Fischlokale.

Tag 2: Bibliothek, Paläste und Meer

Bibliotheca Alexandrina

Die 2002 eröffnete Bibliothek nahe dem Standort der antiken Bibliothek von Alexandria ist schon architektonisch ein Erlebnis: ein schräges, scheibenförmiges Dach und eine Granitwand mit Schriftzeichen aus aller Welt. Neben dem riesigen Lesesaal gibt es Museen (darunter ein Antiken- und ein Handschriftenmuseum) und ein Planetarium. Für manche Bereiche gelten eigene Tickets – siehe offizielle Website.

Königliches Schmuckmuseum

Im Stadtteil Zizinia befindet sich das Museum im eleganten Palast von Prinzessin Fatma Haidar aus der Dynastie Muhammad Alis. Ausgestellt sind Schmuck, Orden und Kostbarkeiten der ägyptischen Königsfamilie. Der Palast selbst mit bemalten Decken und Buntglasfenstern ist die halbe Miete.

Stanley-Brücke

Auf dem Weg nach Osten entlang der Corniche lohnt ein Halt an der Stanley-Brücke, einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, die neben der Stanley-Bucht über das Meer gebaut wurde. Ein beliebtes Fotomotiv, besonders abends, wenn sie beleuchtet ist.

Gärten des Montaza-Palasts

Zum Abschluss geht es an den östlichen Stadtrand. Montaza war die Sommerresidenz der ägyptischen Königsfamilie. Die Palastgebäude sind in der Regel nicht von innen zu besichtigen, doch die weitläufigen Gärten, Palmenalleen und kleinen Buchten laden zum Spazieren und zum Sonnenuntergang am Meer ein.

Der 2-Tage-Plan im Überblick

Zeit Tag 1 Tag 2
Vormittag Katakomben von Kom el-Schoqafa, danach Pompeiussäule Bibliotheca Alexandrina (2–3 Stunden)
Mittag Römisches Theater (Kom el-Dikka) und Mittagessen im Zentrum Königliches Schmuckmuseum
Nachmittag Zitadelle des Qaitbay Fahrt nach Osten über die Corniche, Fotostopp an der Stanley-Brücke
Abend Spaziergang an der Corniche und Fischessen Sonnenuntergang in den Gärten von Montaza

Beste Reisezeit

Frühling und Herbst sind ideal: mildes Wetter, angenehm zum Laufen und weniger Andrang. Der Sommer ist Hochsaison, wenn ägyptische Familien zum Baden kommen – Hotels, Züge und Corniche sind dann deutlich voller, der Verkehr dicht. Im Winter ist es kühler, windig und gelegentlich regnerisch, Besichtigungen machen aber trotzdem Spaß.

Tipp: Besuchen Sie die Freiluftstätten (Pompeiussäule, Kom el-Dikka, Qaitbay) eher früh am Tag und heben Sie sich Innenräume wie Bibliotheca und Schmuckmuseum für heiße oder regnerische Stunden auf. Prüfen Sie Öffnungstage und -zeiten vorab auf den offiziellen Websites.

Wo übernachten in Alexandria?

Die Stadt ist lang und schmal, die Lage der Unterkunft prägt also Ihre Reise:

  • An der Uferpromenade (Corniche): Meerblick und einfache Abendspaziergänge. Die östlichen Viertel um Stanley und Richtung Montaza sind ruhiger und eher Wohngegend.
  • Im Zentrum und nahe dem Osthafen: nah am Bahnhof Misr, an Kom el-Dikka, der Bibliotheca und Qaitbay – ideal, wenn Sie mit dem Zug anreisen und zu Fuß unterwegs sein möchten.

Hier finden Sie Unterkünfte in Alexandria von unseren Partnern:

Häufig gestellte Fragen

Reichen 2 Tage für Alexandria?

Ja, zwei volle Tage decken die Hauptsehenswürdigkeiten ab. Planen Sie einen dritten Tag ein, wenn Sie Zeit für den Strand oder ein ruhigeres Tempo möchten.

Kann man Alexandria als Tagesausflug ab Kairo besuchen?

Möglich, aber anstrengend: Mit den schnelleren Zügen sind es etwa 2–3 Stunden pro Strecke, Sie sehen also nur wenige Orte. Mindestens eine Übernachtung ist deutlich besser.

Wo finde ich Eintrittspreise und Öffnungszeiten?

Für die antiken Stätten und das Königliche Schmuckmuseum auf egymonuments.gov.eg, für die Bibliotheca Alexandrina auf deren offizieller Website. Preise und Zeiten ändern sich, prüfen Sie sie kurz vor dem Besuch.

Steht der Leuchtturm von Alexandria noch?

Nein. Der antike Leuchtturm wurde vor Jahrhunderten durch Erdbeben zerstört, an seiner Stelle entstand 1477–1479 die Zitadelle des Qaitbay.

Wie bewegt man sich in der Stadt fort?

Am einfachsten mit Taxis und Fahrdienst-Apps, da die Sehenswürdigkeiten entlang der Küste verteilt sind. Zwischen Zentrum, Osthafen und Qaitbay kann man gut zu Fuß gehen.